Heidi Hetzers Weltumrundung - Frau zum Mitreisen gesucht

Sie sollte weiblich sein und Spanisch sprechen können - die Berliner Rallye-Fahrerin Heidi Hetzer sucht für ihre Etappe durch Südamerika eine Begleitung. Ihr letzter Begleiter hatte nach dem Start in Berlin nur bis Brandenburg durchgehalten und war dann wieder ausgestiegen.

Die 78-jährige Berliner Rallye-Fahrerin Heidi Hetzer sucht auf ihrer Weltreise für die Etappe durch Südamerika noch eine weibliche Begleitung. "Mein Problem ist, dass ich kein Spanisch sprechen kann", sagte Hetzer in einer Mitteilung vom Sonntag.

Die ehemalige Opel-Händlerin ist seit einem Jahr mit ihrem Oldtimer namens Hudo unterwegs. Die Hälfte der Strecke habe sie absolviert. Zurzeit warte sie in Los Angeles auf ihr Auto, das noch in einem Container auf dem Pazifik unterwegs sei. Bis Ende November will Hetzer noch durch die USA fahren. Danach komme eine der schwierigsten Etappen der Reise. Drei Monate soll die Tour bis Argentinien dauern. Danach ist Durban in Südafrika als Station geplant. Heidi Hetzers Vorbild ist die Rennfahrerin Clärenore Stinnes, die in den 20er Jahren als erste Frau die Welt mit einem Auto umrundete. 

Ein Sensibelchen, das zu viele Raucherpausen wollte

Hetzers erster Begleiter war nach der Abreise aus Berlin im Sommer 2014 noch in Rheinsberg in Brandenburg wieder ausgestiegen. Er sei bei Hetzers Überholmanövern zu ängstlich gewesen und habe zu viele Pausen zum Rauchen verlangt, berichtete Hetzer damals. Den 25-jährigen Fahrer hatte sie erst kurz vor der Fahrt rekrutiert. Ein "Sensibelchen" nannte sie ihn: Er habe bei ihren Überholmanövern aufgeheult und permanent Raucherpausen verlangt. "Ich hätte es wissen müssen", sagte Hetzer damals.

Auch technische Probleme machten der 78-Jährigen bereits im Vorfeld der Reise zu schaffen. Hetzers Abfahrt musste um fünf Wochen verschoben werden, dann zwingt der 84 Jahre alte Hudson, sie nach einem umjubelten Abschied in Berlin - Olympiastadion, Brandenburger Tor - zur Umkehr.

Zwei Monate nach ihrem Start in Berlin war Hetzer dann sogar kurz davor, die Reise vorläufig zu beenden: Zu viele Probleme mit Visa, ihrem Auto und weiteren Begleitern. Schließlich aber machte sie weiter. "Ich möchte weiterhin die Welt umrunden und das mit Freude, egal wie groß die kommenden Probleme sein werden", sagte Hetzer damals und setzte ihre Reise fort.

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